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Travemünde
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10.03.2010, 18:24 Uhr
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Speedboote werden ausgebremst: Lösung bei Lärmschutz in Sicht


„Jahrelang waren die Zuständigkeiten zwischen verschiedenen Ministerien auf Bundes-, Landes- und EU-Ebene hin- und hergeschoben worden. Nun haben sich endlich die maßgeblichen Fachleute aus den Bundesministerien mit den Betroffenen und der Politik an einen Tisch gesetzt und eine Möglichkeit gefunden, der Lärmbelästigung entgegenzutreten. Im Einzelnen sieht die vereinbarte Lösung vor, dass die zuständige Wasser- und Schifffahrtsdirektion (WSD) Nord zur Abwehr schädlicher Umwelteinwirkungen ein auf die Neustädter Bucht begrenztes Fahrverbot für Sportboote ab einer bestimmten kW-Zahl erlassen kann. Durch Nachrüstung der betroffenen Boote können die Besitzer aber wieder eine Fahrerlaubnis erhalten. Dadurch wird eine generelle Diskriminierung von Sportbootfahrern vermieden, die nicht unter dem rücksichtslosen Verhalten Weniger leiden sollen. Der Wassertourismus, der für unsere Region große Bedeutung hat, erfährt keine Einbußen. Aber die Menschen an unserer Küste haben endlich Ruhe. Sollten die Speedboote auf andere Küstengewässer ausweichen, könnte die zuständige WSD auch in anderen Regionen entsprechende Fahrverbote verhängen“, erklärt Hiller-Ohm, die dem Tourismusausschuss des Bundestages angehört.

Vor Erlass einer solchen Bekanntmachung muss es jedoch nach Ansicht beider Abgeordneter eine Anhörung aller Betroffenen geben, um  Bedenken aus der Wassertourismusbranche vollends auszuräumen. „Im Anschluss an die Anhörung und die Auswertung der Stellungnahmen erwarten wir von den Ministerien einen raschen Vorschlag zur Anpassung der Seeschifffahrtsstraßenordnung, damit rechtzeitig zur nächsten Wassersportsaison die Regeln klar sind“, so Hiller-Ohm.

 


 

Foto: Dirk Howold

Quelle: Pressemitteilung Gabriele Hiller-Ohm