RoRo-Fähre havariert auf der Trave mit Leuchtpfahl
Die Fähre passierte den
Leuchtpfahl auslaufend vom Vorwerker Hafen. Der an Bord befindliche
Lotse informierte die Verkehrszentrale Travemünde, dass der Leuchtpfahl
berührt wurde, schief steht und erloschen ist.
Daraufhin wurde die ein- und auslaufende Schifffahrt im Rahmen der
Lagemeldung sowie durch Einzelinformationen durch den Nautiker vom
Dienst der Verkehrszentrale Travemünde gewarnt. Außerdem wurde das
Gewässerschutzschiff "Scharhörn" des Wasser- und Schifffahrtsamtes
Lübeck (WSA) durch die Verkehrszentrale zur Unfallstelle beordert.
Gegen 8 Uhr war die "Scharhörn" vor Ort. Der Leuchtpfahl 16 war nicht
mehr auf Position, sondern komplett abgeknickt.
Die Scharhörn übernahm die Einzelgefahrenboje von der Pirol.
Daraufhin wurde der für die Trave zuständige Außenbezirk Lübeck
informiert. Die Kollegen bereiteten sofort eine Einzelgefahrentonne an
Land vor. Die Übergabe der Tonne erfolgte um 11 Uhr mit dem
Arbeitschiff "Pirol". Dieses wurde erforderlich, da die "Scharhörn"
aufgrund ihres Tiefganges nicht im Bauhafen am Wasserbau einlaufen
kann. Die Scharhörn lief am Mittag das Stülper-Huk an und legte die
Tonne aus.
Am Montag wird der havarierte Leuchtpfahl vorrausichtlich durch Taucher des WSA Lübeck geborgen.
Schifffahrtszeichen auf der Trave
Die Bundeswasserstraße Trave von Travemünde bis in die Lübecker
Stadthäfen wird jährlich von ca. 17.000 Schiffen befahren – Tendenz
steigend. Eine Schwerpunktaufgabe des Wasser- und Schifffahrtsamtes
Lübeck ist der Betrieb und die Unterhaltung der schwimmenden und festen
Schifffahrtszeichen.
Die Kennzeichnung des Fahrwassers erfolgt durch grüne und rote
Leuchttonnen. Eine Besonderheit auf der Bundeswasserstraße Trave sind
die Leuchtpfähle. In besonders engen Fahrwasserbereichen werden die
Leuchtpfähle anstelle von Tonnen eingesetzt – die Leuchttonnen haben je
nach Kettenlänge einen Schwoikreis bis zu 20m. Die Leuchtpfähle sind
aus Stahl und erreichen eine Länge von 30m. Die Energieversorgung der
Leuchtpfähle erfolgt zukünftig über Solar.
Durch die Enge des Fahrwassers werden diese Leuchtpfähle und Uferfeuer immer wieder durch Schiffe an- bzw. sogar umgefahren.
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Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes bereiteten die Gefahrentonne vor, die am Stülper- Huk ausgelegt werden soll. Foto: WSA Lübeck
Quelle: Text-Nummer: 40069 Autor: WSA Lübeck vom 26.01.2008 11.56 |


